von Tracy Letts, Regie: Timo Effler >>

Mitwirkende
Berverly Weston   Günther Nofz>>
Violet Weston   Silvia Gonsior>>
Barbara Fordham   Martina Köhler>>
Bill Fordham   Rolf Schüler-Brandenburger>>
Jean Fordham   Helen Roth>>
Ivy Weston   Friederike Winkelmann>>
Karen Weston   Susanne Loreit>>
Matti Fae Aiken   Beate Klehr-Merkl>>
Charlie Aiken   Lorenz Konther>>
Little Charles Aiken   Reinhard Arnold>>
Johnna Monevata   Katharina Peterke>>
Deon Gilbeau   Hans-Georg Frers>>
Steve Heidebrecht   Jochen Laugsch>>
 

Technik
Grafik   Michael Lauter>>
Technik   Lukas Hölldorfer>>
Technik   Erik Däschler>>
 

ZUM AUTOR
Tracy Letts wurde 1965 in Tulsa/Oklahoma geboren. Sein erster Bühnen-Hit gelang ihm mit der im White-Trash-Milieu spielenden Auftragsmörder-Groteske „Killer Joe“, das 1998 neun Monate Off-Broadway gespielt wurde.
Mit dem Drama „August: Osage County“ holte Letts 2008 das renommierte Double aus Pulitzer-Preis und Tony Award. In den letzten Jahren wird das Stück, das thematisch und formal in der Tradition der großen Südstaaten-Dramen eines Tennessee Williams steht, unter seinem deutschen Titel „Eine Familie“ auch an vielen deutschsprachigen Bühnen inszeniert. Daneben arbeitet Tracy Letts als Schauspieler. Er ist Mitglied des Ensembles der „Steppenwolf Theatre Company“ in Chicago, gewann 2013 den Tony Award als bester Schauspieler für seine Darstellung in „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“, trat aber auch in der erfolgreichen TV-Serie „Homeland“ als CIA-Chef Andrew Lockhart in Erscheinung.

„Eine Sache, die wir als Dramatiker können sollten, ist empathisch-mitfühlend zu schreiben, wirklich in die Schuhe eines Charakters zu schlüpfen und beides mitzuerleben, das alltäglich Banale und das wahrhaft Tragische. Und die meisten Menschen sind nicht in der Lage, genauso wenig wie ich selbst, sich rhetorisch brillant zu äußern, wenn sie ihre Gefühle ausdrücken wollen. Ich habe als Dramatiker das Gefühl, dass diese Leute auch eine Stimme verdienen, die nicht so perfekt ist, dass sie sich nicht mit ihr identifizieren können.“
New York Times Magazine, 21. März 2014
Beverly Weston, Alkoholiker und einst gefeierter Autor, verschwindet spurlos. Die erwachsenen Töchter eilen mit ihren Männern und Kindern auf den Familiensitz, um ihrer Mutter Viole beizustehen. Es dauert nicht lange und das Zusammentreffen wird zur Schlammschlacht, zur gnadenlosen Aufdeckung von Lebenslügen. Anstelle von Versöhnung und Fürsorglichkeit öffnen sich alle Abgründe, die eine gute Familie bietet. Lang vernarbte Wunden brechen auf – verdrängte Gefühle und lebensverändernde Geheimnisse – und die Wahrheit macht alles nicht unbedingt besser. Tracy Letts ist es gelungen, mit beißend-schwarzem Humor und im Stil der großen Südstaaten-Dramen eines Tennessee Williams von Figuren und deren Ängsten, Träumen und Sorgen zu erzählen, denen sich niemand entziehen kann.