von Günter Eich, Regie: Hans-Jürgen Herschel >>

Mitwirkende
Uralter   Rolf Memmel>>
Uralte   Monica Weyrauch>>
Enkel   Günther Nofz>>
Frau   Silvia Gonsior>>
Kind   Ullrich Albertshauser>>
   Lukas Hölldorfer>>
Mann   Günther Nofz>>
Frau   Christine von Lips>>
Kind   Christoph Ruppert>>
Herr   Lorenz Konther>>
Dame   Simone Baßler>>
   Lukas Hölldorfer>>
Vater   Uli Schalck>>
Mutter   Silvia Gonsior>>
Bob   Günther Nofz>>
Elsie   Susanne Loreit>>
Nachbarin   Beate Klehr-Merkl>>
Bürgermeister   Reinhard Schmidt>>
   Lukas Hölldorfer>>
Anton   Lorenz Konther>>
Wassilij   Christoph Ruppert>>
Koch   Reinhard Schmidt>>
   Lukas Hölldorfer>>
Mutter   Monica Weyrauch>>
Tochter   Susanne Loreit>>
Bill   Michael Lauter>>
Professor   Rolf Memmel>>
Ansager   Ullrich Albertshauser>>
   Lukas Hölldorfer>>
Zwischentexte   Hans-Jürgen Herschel>>
Zwischentexte   Michael Lauter>>
 

Technik
Technik   Stefan Schmitt>>
Technik   Wolfgang Häberle>>
Technik   Eckard Schulz>>
Kostüme   Helene Henkel>>
Maske   Julia Hüskes>>
Maske   Irene Laborenz>>
Maske   Silvia Pommerening>>
Plakat   Michael Lauter>>
 





INVENTUR

Dies ist meine Mütze,
dies ist mein Mantel,
hier ist mein Rasierzeug
im Beutel aus Leinen.

Konservenbüchse:
Mein Teller, mein Becher,
ich hab in das Weißblech
den Namen geritzt.

Geritzt hier mit diesem
kostbaren Nagel,
den vor begehrlichen
Augen ich berge.

Im Brotbeutel sind
ein paar wollene Socken
und einiges, was ich
niemanden verrate,

so dient es als Kissen
nachts in meinem Kopf.
Die Pappe hier liegt
zwischen mir und der Erde.

Die Bleistiftmine
lieb ich am meisten:
tags schreibt sie mir Verse,
die ich nachts erdacht.

Dies ist mein Notizbuch,
dies meine Zeltbahn,
dies ist mein Handtuch,
dies ist mein Zwirn.

TRÄUME

Wacht auf, den eure Träume sind schlecht!

Bleibt wach, weil das Entsetzliche näher kommt.

auch zu Dir kommt es, der weit enfernt wohnt

von den Stätten, wo Blut vergossen wird,

auch zu die und deinem Nachmittagsschlaf,

worn du ungern gestört wirst.

Wenn es nicht heute kommt,

kommt es morgen,

aber sei gewiss.

Nein, schlaft nicht,

während die Ordner der Welt geschäftig sind!

Seid misstrauisch gegen ihre Macht,

die sie vorgeben für euch erwerben zu müssen.

Wacht darüber, dass eure Herzen nicht leer sind,

wenn mit der Leere eurer Herzen gerechnet wird.

Tut das Unnütze, singt die Lieder,

die man aus eurem Mund nicht erwartet!

Seid unbequem,

seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt.